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Foto. Dient der visuellen Einleitung eines Ausstellungsbereichs zum Wandel der Logos der GWF. Wand mit großflächigem Schriftzug „Die GWF im Wandel…“. Darunter Zitat: „Jede Generation braucht eine neue Revolution.“. Neutral beleuchtete, glatte Wandfläche, rechts unten beginnt eine Reihe gerahmter Logos. Quelle: Laura Angelina Wörner/THWS
Bild: Laura Angelina Wörner

Alte Wurzeln, neuer Look – Wie das GWF-Logo mit der Zeit mitgeht

Seit 1959 erzählt das Logo der GWF von Wandel, Mut und Herkunft – eine Designreise durch die Jahrzehnte.

  • 18. November 2025
  • GWF, Main & Wine Stories
  • 8

Ein Logo erzählt immer mehr als nur den Namen einer Marke. Es zeigt Werte, Herkunft und Veränderung. Bei der Winzergemeinschaft Franken (GWF) lässt sich dieser Wandel besonders gut nachvollziehen. Wer die Logos der letzten Jahrzehnte betrachtet, erkennt darin eine kleine Zeitreise: Vom verspielten Design der Anfangsjahre bis hin zur klaren, modernen Haltung von heute.

Ein Logo als Spiegel gemeinsamer Werte (1959–1970er)

Die Geschichte beginnt 1959 mit einem Logo, das fast wie ein Wappen wirkt. Es zeigt einen Bocksbeutel, eine schwungvolle Schrift und viele kleine Ornamente. In dieser Zeit stand Wein für Tradition, Gemeinschaft und Zuversicht. Das Logo erzählt von einer Genossenschaft, die nach den schwierigen Nachkriegsjahren wieder Halt und Vertrauen vermitteln wollte. Es erinnert an eine Zeit, in der Zusammenhalt und Heimatgefühl zentrale Werte waren.
In den 1960er- und 1970er-Jahren bleibt dieser Charakter bestehen, doch die Gestaltung verändert sich langsam. Verspielte Ornamente verschwinden, Formen werden kantiger und die Schrift moderner. Man merkt, wie sich das Selbstverständnis der GWF wandelt: Vom kleinen Zusammenschluss fränkischer Winzer zu einer starken Marke, die für Qualität und Herkunft steht. Das Logo spiegelt diesen Prozess wider, indem es klarer und prägnanter wird.

Logo von 1959
Logo von 1962
Logo von 1973
Logo von 1979

Die Bildmarke als roter Faden (1980er–1990er)

In den 1980er- und 1990er-Jahren bleibt die Bildmarke das zentrale Wiedererkennungszeichen. Sie verbindet alle gestalterischen Schritte miteinander. Während Form und Symbolik weitgehend erhalten bleiben, zeigen sich Veränderungen vor allem in der Farbe und in der Typografie. Es wird ausprobiert, variiert und angepasst. Das Grün rückt zeitweise in den Vordergrund, verschwindet wieder zugunsten neutraler Töne, um später gemeinsam mit Schwarz und dem 1962 erstmals eingesetzten Rot im Wappen aufzutreten. Diese Weiterentwicklung zeigt, wie stark die Bildmarke als konstantes Element wirkt. Sie hält das visuelle Erscheinungsbild zusammen, auch wenn sich Details im Laufe der Zeit verändern. Die GWF zeigt damit, dass Veränderung und Beständigkeit keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig stärken. 

Logo von 1981
Logo von 1987
Logo von 1990
Logo von 1991

Weniger ist mehr – der Sprung ins neue Jahrtausend (2000er)

Nach Jahren der Variation und farblichen Anpassung folgt mit dem neuen Jahrtausend ein Bruch mit der Vergangenheit. Plötzlich muss ein Logo weit mehr als nur auf Flaschenetiketten funktionieren. Es soll auch auf Bildschirmen, Websites und in sozialen Medien wiedererkennbar sein. Die Gestaltung reagiert darauf: Formen werden reduziert, Farben werden gezielter eingesetzt und die Schriften werden klarer. Die GWF beweist in dieser Phase ein gutes Gespür für den Zeitgeist. Sie reduziert verschiedenste Elemente, ohne an Identität zu verlieren. Die beiden Winzer, die seit 1962 ein fester Bestandteil der Bildmarke sind, bleiben das Herzstück des Erscheinungsbildes. Sie begleiten alle Jahrzehnte und verändern sich mit, mal als klassische Illustration, mal als abstrahierte Silhouette. In dieser Phase werden sie gestalterisch verfeinert und klarer konturiert. Ein Schritt, der das Logo auf die digitale Zukunft vorbereitet, ohne seine Herkunft zu verlieren. Gerade diese Beständigkeit der beiden Winzer macht das Logo stark. Es bleibt ein Wiedererkennungsmerkmal der GWF, das sich mit jeder Zeit weiterentwickelt. 

Logo von 2002
Logo von 2003

Tradition trifft auf Diversität – das Logo von heute (2015–2025)

Und heute? Das aktuelle Logo ist wohl das dezenteste und selbstbewussteste bisher. Es verzichtet auf Schnörkel und vertraut auf eine klare, reduzierte Gestaltung. Die Symbolik ist leicht verständlich, aber voller Bedeutung. Wer genau hinschaut entdeckt ein Detail, das den Zeitgeist widerspiegelt. Wo früher zwei Winzer standen, hebt heute eine Winzerin ihr Glas. Diese Veränderung mag klein wirken, doch sie steht für etwas Großes. Sie zeigt Offenheit, Diversität und den Mut, Dinge neu zu denken ohne die Wurzeln zu verlieren. Die GWF greift damit ein aktuelles gesellschaftliches Thema auf und überträgt es in ihre visuelle Sprache. Das neue Logo ist kein Bruch mit der Vergangenheit, sondern eine Weiterentwicklung, die zeigt, dass Tradition und Fortschritt sich nicht ausschließen müssen. Es verbindet Herkunft mit Zukunft und verleiht der Marke ein Gesicht, das gleichermaßen vertraut und modern wirkt. 

Logo von 2015
Logo von 2025

Und so, wie sich die beiden im Logo zuprosten, proste ich euch aus der Ferne auch zu. Cheers und bis zum nächsten Mal!

Freut euch auf viele spannende Main & Wein Stories!

Euer VINOVATION-Team

Portrait. Dient der Vorstellung der genannten Person. Eine junge Frau steht vor einem schwarzen Hintergrund. Sie trägt ein schwarzes Oberteil. Die linke Schulter ist leicht nach vorn gedreht, sie schaut gerade und freundlich lächelnd in die Kamera. Quelle: Eileen Blumrich

Verfasserin: Fabienne Ebert

Quelle Logos: Winzergemeinschaft Franken eG

8 Kommentare zu „Alte Wurzeln, neuer Look – Wie das GWF-Logo mit der Zeit mitgeht“

  1. Avatar von Spahn Winfried
    Spahn Winfried
    18. November 2025

    Interessanter und aufschlußreicher Kommentar.
    Allerdings hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur das Wappen verändert, auch der
    Wein ist viel besser geworden. 🙂

    Antworten
    1. Avatar von Fabienne Ebert
      Fabienne Ebert
      20. November 2025

      danke Opa für deinen Kommentar! freut mich, wenn sich der Wein stetig verbessert – perfekt zum Thema „Wein im Wandel“ 😊

      Antworten
  2. Avatar von Isabelle Lanner
    Isabelle Lanner
    19. November 2025

    interessanter beitrag, cool zu sehen wie sich das logo über die jahre verändert hat, mein persönlicher favorit das logo von 1959 🙂

    Antworten
    1. Avatar von Fabienne Ebert
      Fabienne Ebert
      20. November 2025

      danke Isabelle für deinen Kommentar, freut mich sehr zu hören!! 🥰 mein Favorit ist das aktuelle Logo – aus dem Grund, dass eine Winzerin zu sehen ist 😉

      Antworten
  3. Avatar von Natja
    Natja
    25. November 2025

    Spannender, informativer Artikel…mein Favorit ist das Logo von 1979 (ein sehr guter Jahrgang 😉)

    Antworten
    1. Avatar von Fabienne Ebert
      Fabienne Ebert
      27. November 2025

      spannend zu sehen, wie individuell die Geschmäcker sind – sowohl beim Logo als auch beim Wein 🤗

      Antworten
  4. Vom Weinfest in den Feed – so macht die GWF Frankenwein zukunftsfähig – VINOVATION
    13. Januar 2026

    […] Markenwandel der GWF wird durch die verschiedenen Logos über die Jahre sichtbar gemacht (mehr dazu im Beitrag von Fabienne … ). 2025 wurde das Logo modifiziert, statt ein komplett neues Design zu erstellen. Auf den ersten […]

    Antworten
  5. Avatar von Anna
    Anna
    14. Januar 2026

    Ich mag die aktuellen Veränderungen auch sehr. Das aktuellste Logo wirkt modern, freundlich und macht Frauen UND Männer in der Weinbranche sichtbar🥳 Cheers!

    Antworten

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Foto. Schwarz-Weiß-Fotografie. Zur Veranschaulichung des historischen GWF-Standortes. Sechs gleiche LKWs in einer Reihe mit Aufschrift "GWF-Wein". Großes Gebäude im Hintergrund mit Schriftzug "WINZERGEMEINSCHAFT FRANKEN EG". Quelle: Winzergemeinschaft Franken eG
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Foto. Veranschaulichung verschiedener Flaschenformen. 4 Weinflaschen in unterschiedlicher Form und Farbe. Es gibt zwei Bocksbeutel. Einer davon besteht aus Grünglas und steht im Vordergrund des Bildes, der andere ist aus Braunglas und steht dahinter. Links und rechts von den beiden stehen zwei Schlegelflaschen. Die Linke ist aus milchigem Weißglas. Die auf der rechten Seite ist aus Braunglas und das Etikett hat ein rotes, auffälliges „S“ darauf.
  • Gruppenfoto. Dient der Vorstellung der am Projekt mitwirkenden Personen. 12 Studentinnen sind in den Farben schwarz, weiß und rot gekleidet. Sie stehen gemeinsam in einem Fotostudio vor einem schwarzen Hintergrund. Einige sitzen auf einem schwarzen Sofa, andere stehen dahinter oder sitzen davor auf dem Boden. Sie halten themenbezogene Gegenstände wie Laptops, Tablets, Notizbücher, Weingläser oder Bocksbeutel in der Hand. Die Stimmung ist freundlich und entspannt, alle schauen in die Kamera. Quelle: Annika May
    Das VINOVATION-Team sagt tschüss…
  • Auf dem Bild sind sieben Weinflaschen, die der Weinlinie “Tischlein Deck’ Dich” der GWF zugehören, zu sehen. Außerdem steht rechts der Satz “The Perfect Match” auf dem Bild.
    Tischlein Deck’ Dich: Märchenhaft kombiniert
  • Foto. Dient zur Veranschaulichung des fertigen Gerichts. Das Bild zeigt die fertige Suppe, die in einer großen Schale auf dem Tisch steht. Verziert wurde sie mit ein paar Kräutern und einigen Pilzscheiben. Rechts neben der Schüssel liegt ein goldener Löffel. Links oberhalb der Suppe steht die Weißweinflasche neben einem Weinglas. Quelle: Mara Schuhmann
    Kochen mit Wein – vom Glas in den Topf
  • Foto. Dient der Veranschaulichung von Weinvermarktung über Online-Shop. Tablet auf einem Holztisch zeigt die Website gwf-frankenwein.de mit Hauptbanner und Produktkacheln. Neben dem Tablet stehen ein Glas Rotwein und eine Schale mit Snacks. Quelle: Anna Polster/THWS
    Vom Weinfest in den Feed – so macht die GWF Frankenwein zukunftsfähig
  • Foto. Zur Veranschaulichung eines Weinbergs im Herbst. Zweige eines Baumes im rechten Vordergrund. Bewaldeter Hügel im Hintergrund. Weinberg am Hang. Blätter teilweise gelb und rot gefärbt. Weg vor dem Weinberg. Sonnenschein, hellblauer Himmel mit Schleierwolken. Quelle: Winzergemeinschaft Franken eG
    Zwölf Monate Handarbeit – das Jahr im Weinberg
  • Produktbild. Dient der Vorstellung des Futur Blanc der GWF. Zwei mit Sekt gefüllte Flaschen stehen in einem Regal. Beide haben ein hellblaues Etikett mit der Aufschrift „Sekt aus Flaschengärung", „Futur" und „Blanc extra trocken".
    Prickelnd ins neue Jahr mit dem Futur Blanc der GWF
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